Die Stars der Zahlenwelt

Diese Woche dreht sich bei uns alles um Zahlen. Alle Zahlen sind gleich? Quatsch! Heute holen wir den roten Teppich heraus und stellen Euch die berühmtesten Zahlen der Welt vor. Denn es gibt Zahlen, mit denen wir Menschen wichtige Sachen anfangen können. 

Die Zahl Pi

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Sie ist der absolute Superstar am Zahlenhimmel und hat ein eigenes Zeichen, den griechischen Buchstaben π. Pi hatte schon vor mehr als 2000 Jahren ihren ersten Auftritt. Pi gibt die Beziehung vom Kreis-Umfang (der Linie um den Kreis) zum Durchmesser (einmal quer durch den Kreis) an. Der Umfang ist so groß wie der Durchmesser mal Pi. Mathematiker schreiben das so: U = d x π. Diese Rechnung brauchten Architekten schon im alten Ägypten. Die Mathematiker haben sich die Finger wundgerechnet, um Pi herauszubekommen. Pi ist unendlich lang. Heute können Computer viele Millionen von Stellen hinter dem Komma berechnen. Wenn jemand sagt „Pi mal Daumen“, bezieht er sich auf die Zahl Pi. Er meint damit aber „so ungefähr“.

Eulersche Zahl e

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Es gibt Zahlenstars, die spielen ihre Rolle lieber im Hintergrund. Sehr wahrscheinlich hast Du noch nie etwas von der Eulerschen Zahl e gehört – sie begegnet Dir aber jeden Tag. Die Eulersche Zahl ist wichtig für die Berechnung von „Exponentialfunktionen“. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Eine Exponentialfunktion beschreibt eine Entwicklung. Zum Beispiel kann man so berechnen, wie schnell sich Bakterien vermehren. Oder wie viele Zinsen auf einem Bankkonto entstehen. Oder wie viele Gummibärchen Ihr in der Klasse habt, wenn jeder seinem Sitznachbarn auf der rechten Seite eines mehr gibt, als er selbst bekommt. Die Eulersche Zahl hat eine eigene Exponentialfunktion – die e-Funktion. Berechnet wurde sie übrigens von dem Schweizer Mathematiker Leonhard Euler vor fast 300 Jahren. Der Name hat also nichts mit Eulen zu tun.

Imaginäre Zahl i

Wenn etwas „imaginär“ ist, dann ist es gar nicht wirklich da. Imaginäre Zahlen sind aber da – sie sind nur nicht „darstellbar“. Es gibt Berechnungen, für die gibt es eigentlich keine Lösung. Klingt komisch? Ist es auch. Wenn man eine imaginäre Zahl mit sich selbst malnimmt, kommt eine Zahl mit Minus raus. Das geht doch gar nicht, wirst Du jetzt sagen. Denn 3 x 3 (also 3 zum Quadrat) ist doch zum Beispiel 9 und 7 x 7 ist 49. Selbst -3 x -3 ist doch 9. Das Quadrat einer Zahl ist immer positiv. Aber die Stars der imaginären Zahlen haben es in sich. In der Mathematik gilt: i² = -1. Also: Wenn man die imaginäre Zahl i mit sich selbst malnimmt, kommt man auf -1. Die imaginäre Zahl i ist besonders wichtig in der Physik.

Morgen in der Woche der Zahlen auf www.naseweiswas.de:

Warum sieht eine 3 aus wie eine 3?   

 

 

 Fotos: Rainer Sturm/pixelio.de (Titelbild und Foto in Grafik)